Getu Waldstatt

alles...   ausser gewöhnlich
 

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Unser Leiterteam:

Hauptleitung, Leiter aller Riegen:
Stefan Roth
rougli@hotmail.com

Leiterin Rhönrad:
Carola Müller
camel_2124@hotmail.com

Kassierin, Leiterin aller Riegen:
Priska Roth
priska.roth@gmx.net

Leiterin EGT, Rhönrad
Katrin Frischnkecht
Michelle Ammann
Larissa Müller
Eliane Göldi


Es war einmal... Getu Waldstatt

Getu Waldstatt turnt nun schon seit über 20 Jahren (Gründung 1990).
Im Jahre 2000 fand ein neues Gerät in unsere Turnhalle: das Rhönrad. Mittlerweile besitzt die Riege 18 eigene Rhönrader in verschiedenen Grössen.
Seit 2006 trainieren wir auch regelmässig am Vertikaltuch, mit welchem wir auch an der Weltgymnaestrada 2011 in Lausanne auftreten durften.

Link zu Jubiläumsschrift 10 Jahre Getu (2000)

Weitere 3 Jahre Getu Waldstatt (Ergänzung zu 10 Jahr Jubiläum, 2003 )

Im Jahre 2000 wagten wir uns an der Abendunterhaltung des Turnvereins unter dem Motto „Faszination Säntis“ an zwei völlig neue Geräte. Zum einen fertigten wir selber eine 20 m2 grosse Kletterwand an, befestigten diese mit Einverständnis mit dem Abwart an der Bühnenwand, und kombinierten diese mit konventionellem Barrenturnen der Knaben. Freeclimbing hiess die Nummer und jedes Mal wurde eine Zugabe verlangt. Den selben Erfolg konnten die Mädchen mit „Schneeflöckli auf dem Säntis“ feiern, denn diese wirbelten an gemieteten Rhönrädern über die Bühne.

 

Diese Erfolge und die grosse Begeisterung vor allem der Mädchen für das Rhönradturnen bewog uns dazu selber solche Geräte anzuschaffen. Dank den J+S Geldern konnten wir diese Auslage gut verkraften und freuten uns schon bald auf das Training in den eigenen Rädern. Natürlich versuchten wir unser Glück schon bald an einem Rhönrad-Gruppenwettkampf, aber mit 19 Turnerinnen eine Übung mit nur gerade 4 Rädern einzuüben war fast unmöglich, denn am Wettkampf turnten wir an deren 7. Doch seit diesem Jahr galt für unsere Riege immer: alles......., ausser gewöhnlich.

 

Natürlich waren auch die Einzelwettkämpfe immer wieder durch uns besucht worden, jedoch weiterhin mit mässigem Medaillenerfolgen. Dafür weinten wir nicht wie andere Kinder, wenn uns einmal eine Übung misslang, sondern freuten uns über die lustige Stimmung in der Gruppe.

 

Doch auch Gruppenvorführungen am Kantonalturnfest in Teufen und am 2. Jugendchallenge gehörten ins Jahresprogramm, wobei mit 30 Kindern an 2 Barren und 2 Stufenbarren und am Boden geturnt wurde.

 

Da im Sommer 01 unsere Belgischen Turnfreunde auf Besuch weilten, organisierten wir zum ersten Mal die Turngala Waldstatt. Verschiedene Vereine aus der Umgebung, der Turnverein und das Geräteturnen Waldstatt selber und natürlich die Belgier sorgten für ein Turnspektakel besonderer Art unter freiem Himmel. Rund 700 Zuschauer verfolgten die abwechslungsreichen Vorführungen. Seither hat dieser Anlass einen festen Platz in unserem Jahresprogramm

 

Auf das Jahr 2002 senkten wir das Einstiegsalter nun auf 7 Jahre. Damit erhöhte sich die Mitgliederzahl auf rund 50 Turnende. Dank der Mithilfe einiger Eltern mangelte es nicht an Leitern, jedoch am Platz. Nachdem wir mit der Jugi verhandelt hatten, konnten wir nun auch am Dienstagabend ein Training anbieten, wobei einmal im Monat in die grosse Halle gewechselt werden musste. Das Problem war jedoch, dass in dieser Halle zwar alle Verankerungen und Aufhängungspunkte für Geräte vorhanden waren, nicht aber die Geräte selber. Mit Occasionsbarren und –Reckstangen richteten wir die Spielhalle langsam auf eigene Kosten mit Geräten ein. Ebenfalls konnten wir mit der Schule einen Deal aushandeln. Wir vom Geräteturnen montieren die Kletterwand in der Turnhalle und die Schule organisiert Gurten, Seile und Griffe. Als dieser Vorschlag durch allen Mühlen der Gemeinde gelangt war erhielten wir dafür grünes Licht und seither erfreut sich die Schulhausturnhalle einer kleinen Kletterwand sogar mit Überhängli.

 

Im März machten wir mit unseren Teenagern und einigen TV- Mitgliedern einen Gegenbesuch in Belgien. Mit Komik und Tanzgymnastik unterhielten wir das belgische Publikum, das unsere Art von Turnen nicht kennt und so jedes Mal davon begeistert ist.

Zum ersten Mal versuchten wir eine Gerätevorführung an den Schaukelringen, um am Eidgenössischen Turnfest mitmachen zu können. Trotz grosser Bedenken einiger Turnvereinsmitglieder über die Verantwortung der noch zu jungen Turnerinnen und Turnern an einem solchen Anlass, konnten wir mit genauen Abmachungen und Regeln ein sehr schönes Fest erleben.

 

Auch mit den Rhönrädern übten wir fleissig für das Turnfest, deshalb entschlossen wir uns weitere 3 zu kaufen, damit alle Körpergrössen in ein Rad passten. Trotz des letzten Schlussranges hatte wir unseren Spass, wurden doch einige von uns vom Fernsehen über das Rhönradturnen befragt. Leider wurden schlussendlich nur die Schuhe und die Hände einer Turnerin gezeigt, aber immerhin.

 

Nach den üblichen Einzelwettkämpfen mit immer den gleichen Erfolgen wie in den Vorjahren, trainierten wir voller Elan auf die kommende Abendunterhaltung. Das Motto „Expo-Life“ stellte uns vor grosse Herausforderungen. Mit den Kleinsten turnten wir an drei Trapezen und an selbst gemachten Schaukeln ein Turneinander. Magie de l’energie präsentierte den Zuschauern mit Rhönrädern die Transformation von Wasser zu Strom und Energie, während zuerst die grösseren Turnerinnen und Turnern mit Cyberacrobatik das Publikum auf dem Federboden und auf einem speziellem Podest begeisterten, zauberten wir auf das Finale hin nochmals 25 Kinder auf die Bühne, um zusammen (Total 54) eine riesige Menschentorte aufzubauen. Wiederum ernteten wir viel Lob und auch die Zeitung hielt nicht mit Superlativen zurück. Der Beweis, dass jedes Kind Geräteturnen kann, es muss nur Freude daran haben, hat sich mit dieser Unterhaltung gezeigt. Die Freude der Kinder sprang auf das Publikum über und sogar der Ansager konnte seine Emotionen nicht mehr zurückhalten und musste einige Tränen wegputzen.

 

Dieser Erfolg brachte uns wieder einige neue Mitglieder fürs neue Jahr. Auch im 2003 hatten wir ein gedrängtes Programm. Doch als einen der Höhepunkte war sicher wieder die Reise nach Belgien, die wir nun schon zum sechsten Mal machten, zum dritten mal auch mit Kindern aus dem Getu. Die Barren, Stufenbarren und Rhönradvorführung gefiel dem belgischen Publikum wiederum sehr und wir freuten uns auf den erneuten Gegenbesuch des Turnclub Olympia Merelbeke in Waldstatt. Leider mussten wir zum ersten Mal die Turngala in der Halle durchführen, doch dank den Belgiern und weiteren Gastvereinen wurde es wieder ein riesiger Erfolg und die Halle platzte beinahe aus allen Nähten.

 

Ein weiterer Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes war der Auftritt auf dem Säntisgipfel. Zusammen mit den Belgiern schleppten wir Matten und Rhönräder mit der Säntisbahn auf den Gipfel, um den dort anwesenden Wanderern unsere Turnkunst zu zeigen. Trotz leichtem Schneefall im Sommer machten wir auch eine leicht verkleinerte Menschentorte auf der obersten Aussichtsplattform.

 

Mit einer Schaukelring- und Rhönradvorführung am Jugendchallenge verteidigten wir unseren Titel der Vorjahre erfolgreich. Gruppenwettkämpfe scheinen eher unsere Stärken zu sein als die Einzelwettkämpfe.

 

Im neuen Jahr wurden wir nun fast überrannt, denn insgesamt 16 neue Turnerinnen und Turner wollen bei uns mitturnen. Damit ist die Kapazitätsgrenze mit knapp 40 Kindern in einem Training überschritten und wir müssen uns mit neuen Trainingszeiten weiterhelfen. Total turnen nun 68 aktiv in den verschiedenen Abteilungen mit.

                                                                        11.02.2004 Stefan Roth

10 Jahre Getu Waldstatt 08.12.2000

Facts und Anderes

Schon in den Jahren 1987-1990 wurde vermehrt in der Jugi Geräteturnen gepflegt. So starteten auch einige an den kantonalen Wettkämpfen, doch ein regelmässiges Training fand nicht statt.

Auf die AUH 1990 wurde mit den ältesten Jugendrieglern, die eigentlich schon zum Teil in den Turnverein übergetreten waren, eine Nummer einstudiert. Da ein Training allein nicht genügte, begann man auch ab und zu am Sonntag zu Turnen. Es auch nötig, wie der anschliessende Film zeigt. Mit dieser Nummer hatten wir erstaunlicherweise viel Erfolg, obwohl der Leiter an der Hauptprobe von verschiedenen Leiterkollegen scharf kritisiert wurde.

Nach der AUH wurde der Wunsch laut das bereits Erlernte noch ein wenig zu vertiefen. Aber der Oberguru musste im Februar 91 ins Militär einrücken, und so konnte nur noch am Sonntagabend von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr trainiert werden. Der damalige TV Präsident Walter Tanner war besorgt, dass wir in die Halle durften und als Gegenleistung fabrizierte ich Werbetafeln für den Maskenball. Doch schon nach der ersten Turnstunde mussten wir unseren Abwart Herrn Züst beruhigen, denn er hat gesehen, wie wir Schuhe in der Halle herumwarfen. Es waren so blaue Strandschlarpen, aber was soll’s. Es gab dann ab und zu noch weitere kleine Differenzen mit ihm.

In den ersten Jahren wurden genaue Zeitpläne erstellt, wer das Einturnen macht und welche Gruppe an welchem Gerät turnt. Zusammen mit Schönengrund und Stein bildeten wir eine Regionale Trainingsgemeinschaft für Geräteturner.

Unsere Erfolge an Wettkämpfen waren sehr bescheiden. Konnten wir einmal einen ersten Rang feiern, dann nur, weil in dieser Kategorie nur Waldstätter starteten. Das hielt uns aber nicht davon ab, einen eigenen Trainer und Dress anzuschaffen, was den Verantwortlichen des Turnvereins nicht sehr gefiel.

Leider konnte der Leiter in den Anfängen nur männliche Turner motivieren, was sich dann aber auf die AUH 1992 änderte. Mit Schleuderbrett und Federboden wirbelten wir durch die Luft. Vom Turnverein wurden jedoch sofort Stimmen laut, im Geräteturnen seien Personen, die nicht im Turnverein Mitglieder sind, diese dürften nicht an der Unterhaltung mitmachen. Nach einer kurzen, hitzigen Aussprache mit dem verantwortlichen Leiter, wurde das Problem dann gelöst.

Zwei Jahre später turnte wieder ein reines Männerteam am Reck. „Reck bist du wahnsinnig, wer übernimmt die Verantwortung?“ und so weiter war der Tenor unter anderen Leitern. Trotz diesen massiven Einschüchterungsversuchen gab der damals noch junge Leiter nicht auf und schaffte das scheinbar unmögliche mit einer gewaltigen Konstruktion unter der Bühne. Das war übrigens das letzte mal, dass eine derartige Idee so in Frage gestellt wurde. Von nun an kam höchstens noch die Frage:“ Wie willst du das machen?“ Doch die Antwort lautete immer:“ Lass das meine Sorge sein, das geht dann schon irgendwie.“ und so war und ist es bis heute.

Damit in der Riege wieder etwas frischer Wind blies, wurde das Eintrittsalter auf 13 Jahre gesenkt. Schon damals waren Leiter knapp, so war es auch nicht möglich noch jüngere Turner aufzunehmen.

An der AUH 1996 zeigten 11 Turnerinnen und Turner am Stufenbarren, Reck, Barren und Boden eine originelle Übung im neuen Dress.

Das Wettkampfglück war uns weiterhin nicht sehr hold, trotzdem wurde der Trainer nicht entlassen. Mit verschiedenen Leiterinnen wurde versucht, den weiblichen Mitgliedern eine solide Grundlage zu geben, doch entweder wurden sie von den Turnerinnen nicht hinausgeekelt, oder der Leiter trennte sich wieder von ihr. Zum Glück dachten einige manchmal.

Um den Wettkampferfolg endlich zu erreichen, wurde das Eintrittsalter wieder einmal gesenkt, so das auch 9 jährige ins Training durften. Sogar auswärtige starteten neu unter unserem Namen. So erreichten wir doch plötzlich vereinzelte Podestplätze.

Mit einer stolzen Zahl von 28 Turnerinnen und Turnern nahmen wir die AUH 1998 in Angriff. Wieder einmal war Reck an der Reihe, nur diesmal 4 statt nur eine Stange und ein absolutes Novum: Schaukelringe auf der Bühne. Baulich war dies eine kleine Herausforderung, doch pünktlich auf die Hauptprobe waren alle Geräte installiert.

Durch die Fusion der Damenriege und des Turnvereins 1998, wurde das Geräteturnen offiziell dem Turnverein angeschlossen und erhielt den gleichen Status wie die Jugendriege. Ebenfalls wurde neu auch am Freitag und nicht nur am Sonntagabend geturnt. Sogar das Leiterproblem wurde dank Mithilfe von Eltern stark entschärft.

Neuland betraten wir mit einer Gruppenvorführung von 18 Kindern an den kantonalen Vereinsmeisterschaften 1999 in Appenzell. Weil im zweiten Durchgang die Geräteriege besser war als der TV, musste der Leiter allen Kindern den versprochenen Coup bezahlen.

Ebenfalls in diesem Jahr fand die kantonale DV in Waldstatt statt. Mit der etwas ausgebauten Recknummer und einer 3-holmigen Stufenbarrenübung inkl. Säntisbähnli konnten wir das Publikum so begeistern, dass uns von einer Person 200 Fr. gleich nach der Vorführung 200.- geschenkt wurde!

Auf das Milleniumsjahr wurde das Alter noch einmal herabgesetzt, so dass nun 31 Kinder mitturnen. Das bedingte natürlich mehr Trainingszeit in der Halle. Nach zähen Verhandlungen steht uns am Freitag jetzt die Halle während 3 Stunden zur Verfügung.

Das Glück war und ist dem Leiter hold, fand er doch an einem kantonalen Anlass eine hübsche und turnbegeisterte Partnerin. Diese begann sofort im Training mitzuhelfen und ermöglichte so eine Doppellektion am Freitag. Die turnerischen Erfolge liessen nicht lange auf sich warten, so durften wir erstmals einen kantonalen Jugendmeister feiern. Doch auch am Jugend-Challenge standen wir ganz zuoberst, obwohl wir nur wenig Zeit zum Üben hatten.

Doch das absolute Highlight war die Unterhaltung, wo wir mit ungewöhnlichen Geräten und Hilfsmittel alle Zuschauer begeistern konnten. Herzliche Gratulation an alle Kinder, denn mit soviel Einsatz, Ausdauer und Freude habt ihr alle mitgemacht und so diesen Erfolg ermöglicht. Danke

Als Abschluss möchte ich noch auf einen kleinen Spruch eingehen, der schon einige Zeit in meinem Büro hängt.

Albert Einstein schrieb da:         Das Schönste, was es in der Welt gibt,

                                               ist ein leuchtendes Gesicht.

Für mich stimmt das nicht ganz, denn noch schöner sind viele leuchtende und strahlende Gesichter.

 

08.12.2000 Stefan Roth